Warum diese Sachen vollkommen nutzlos sind
Unten habe ich Euch einen Link hier reingestellt, der mir im Internet über den Weg lief, der aber auch genau das wieder mal bestätigt, was ich doch immer sage. Bis auf wirklich wenige Ausnahmen kann man sich in Deutschland mit ein wenig Verstand und Überlegung nämlich so ernähren, dass man nicht darauf angewiesen ist, Vitaminpillen oder Mineralstoffpillen zu schlucken ... und das geht auch bei wenig Geld zum Einkaufen, wenn man nur ein bisschen den Kopf benutzt und plant.
Ich habe im Ernährungslehreunterricht in der Schule gelernt, dass es nur ein paar Ausnahmen gibt.
Jod ist in dem bei uns erhältlichen normalen Speisesalz schon drin und sollte dann reichen, auch wenn man nicht zu den Fischfans gehört, wenn man damit salzt. Das ist wichtig, denn Deutschland ist ein Jodmangelgebiet. Wer oft und gern Seefisch isst, braucht nichtmal zwingend Jodsalz, sonst allerdings ist das besser, sich daran zu halten und mit Jodsalz zu salzen.
Es kann vorkommen, dass schwangere Frauen mit normalem Essen zu wenig Folsäure und zu wenig Eisen zu sich nehmen. Da man in der Schwangerschaft aber normalerweise sowieso zur Vorsorge geht und einem da Blut abgenommen wird, wird der Frauenarzt das dann unter normalen Umständen auch merken und in diesem Fall ergänzend Tabletten mit Eisen und Folsäure verschreiben. Da kann das also Sinn machen.
Frisch geborene Säuglinge kriegen normalerweise vom Kinderarzt eine Weile Vitamin-D-Tabletten. Das ist umso wichtiger, umso dunkler die Jahreszeit ist, in der sie eingemümmelt bis an die Nase im Kinderwagen liegen und kaum Sonnenlicht abkriegen, also im Herbst und Winter wichtiger als bei strahlendem Sonnenschein.
Wenn kleine Kinder etwas größer sind, sollte man aber so vernünftig sein und mit ihnen an die frische Luft gehen. Dann bildet ihr Körper von alleine genug Vitamin D.
Wenn jemand nicht mehr wirklich bewegungsfähig ist und kaum raus kommt, also alt, auf den Rollstuhl angewiesen oder gar bettlägerig, kann ergänzend Vitamin D auch sinnvoll sein.
Wenn möglich, ist es aber auch dann besser, dafür zu sorgen, dass auch dieser Mensch oft genug an die frische Luft kommt.
Generell sollte man versuchen zu lernen, welche Vitamine fettlöslich, welche wasserlöslich, welche hitzeempfindlich und welche das nicht sind.
Manche Vitamine kann der Körper nur aufnehmen, wenn auch Fett mit im Essen ist wie beispielsweise Vitamin A beziehungsweise Beta-Carotin.
Auch Dinge wie Gerbsäure und Oxalsäure können die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen stören.
Es ist deshalb unvernünftig, ununterbrochen Kaffee oder schwarzen Tee zum Essen zu trinken, weil da Gerbsäure drin ist .. oder zu viel Spinat, Rhabarber oder Mangold zu essen, wenn man womöglich noch Vegetarier ist.
Nur Veganer kommen ohne künstliches Zeugs nicht aus.
Aus meiner Sicht ist vegane Ernährung deshalb ungesund und nicht für den Menschen geeignet, so tierfreundlich das auch sein mag. Ich halte nichts von künstlich, wenn es nicht wirklich erforderlich ist.
Die Fotos hier stammen übrigens alle wahllos zusammengestellt von unserem Speiseplan jetzt im Juni .. bunt durcheinander ist immer wichtig.
Man sollte sich nicht einseitig ernähren, auf Abwechslung achten, von allem was und das möglichst abwechslungsreich. Dann macht man nichts falsch.
Viel Obst und Gemüse, aber auch mal Fleisch und Fisch, Vollkornprodukte, gesunde Öle, die die essentiellen Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 enthalten, auch Milchprodukte, wenn man nicht gerade allergisch darauf reagiert, ab und zu auch Eier, dann hat man schon in etwa alles, was der Körper braucht.
Fruchtnektar ist kein Saft .. genug trinken sollte man generell .. am besten auch hier mal dieses und mal jenes, aber nicht unbedingt oft mit viel Zucker zerpanschte Soft-Drinks .. Kaffee und Tee ja, aber nicht zu viel davon, sondern auch mal Mineralwasser oder Saft-Schorle (nicht Fruchtnektar-Schorle wegen zu viel Zucker). Auch das gehört zum Wissen über eine vernünftige Ernährung noch dazu.
Vitamin- und Mineralstoffpillen einzuwerfen ist eher schädlich als nützlich ... bis auf wenige Ausnahmen.
Und nun mal was aus dem Link unten, der das auch aussagt:
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Nahrungsergänzungsmittel: Braucht überhaupt ein Mensch Vitaminpillen?
Pillen wie Smarties: Ein Viertel aller Deutschen nimmt
Vitamin C, Kalzium, Magnesium oder Selen als Tablette. Bestenfalls ist
das bloß teuer. Schlimmstenfalls schadet es.
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Das Wichtigste von Gemüse
und Obst zusammengepresst zu einem unkomplizierten Garanten für die
Gesundheit. Derartiges versprechen zumindest einige
Hersteller von
Vitaminpräparaten und anderen Nahrungsergänzungsmitteln. Und laut
Statistik scheinen ihnen eine Menge Deutsche zu glauben:
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"Zu einem Mangel kommt es in Deutschland normalerweise erst
gar nicht", sagt Christian Sina, Direktor des Instituts für
Ernährungsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in
Lübeck. Auch wer nicht täglich
Obst oder Gemüse isst, nimmt meist
ausreichend Vitamine, Spurenelemente und Mineralien über die Nahrung zu sich.
...
Erst eine
besonders mikronährstoffarme und einseitige Ernährung – Tiefkühlpizza
und Toastbrot mit Nutella zum Beispiel – über einen
längeren Zeitraum kann zu Mangelerscheinungen führen, die sich
negativ auf die Gesundheit auswirken. Aber selbst wenn es so weit kommt,
helfen die Pillen nicht weiter:
"Solche Mängel lassen sich
kaum durch Nahrungsergänzungsmittel verhindern, denn die können
niemals Obst oder Gemüse ersetzen", sagt Sina. Der Grund: Es geht
nicht um einzelne Vitamine oder Mineralstoffe. "In vielen
Gemüsesorten gibt es mehr als 400 Inhaltsstoffe, die für den Körper
wichtig sind. Vitamine machen da nur einen kleinen Teil aus", sagt
Sina. Auch sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe, Mineralstoffe
und Spurenelemente sind für den Körper von Bedeutung – und viele
von ihnen lassen sich gar nicht in Nahrungsergänzungsmitteln
"verpacken".
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Die Mehrzahl
der Studien zeigt, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
nicht gleichzusetzen ist mit der Zufuhr entsprechender Substanzen auf
natürlichem Wege, also etwa in Obst oder Gemüse. Einen Zusatznutzen fand man in größeren Studien gar nicht. Die Konsequenz:
"Wir wissen inzwischen, dass man die Substanzen aus
Nahrungsergänzungsmitteln nicht gleichsetzen sollte mit den
natürlich vorkommenden Substanzen", sagt Christian Sina.
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In seltenen Fällen können
Nahrungsergänzungsmittel dabei sogar
die Gesundheit gefährden. Bei den
fettlöslichen Vitaminen A und D kann es zum Beispiel relativ schnell
zu Überdosierungen kommen, weil der Körper sie nicht so schnell wie die wasserlöslichen wieder ausscheiden kann.
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Nur bei besonderen Situationen
empfehlen Ärzte und Ernährungsberater Nahrungsergänzungsmittel.
Neugeborene zum Beispiel sollen in den ersten zehn Tagen dreimal 2 Milligramm
Vitamin K nehmen, das soll Blutungen vorbeugen. Und Säuglinge sollen täglich 10 Mikrogramm Vitamin D und 0,25
mg Fluorid einnehmen. Auch Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, empfehlen Medizinerinnen und Mediziner Tabletten:
täglich 400 Mikrogramm Folsäure, möglichst schon spätestens vier
Wochen vor Beginn der Schwangerschaft und während des ersten
Drittels der Schwangerschaft. Das soll einem offenen Rücken, der sogenannten spina bifida, beim Kind vorbeugen. Und Schwangere und Stillende können nach
Rücksprache mit dem Arzt 100 bis 150 Mikrogramm Jodid pro Tag einnehmen. Auch
wer sich vegan ernährt, kann Schwierigkeiten bekommen, alle
essenziellen Nährstoffe in ausreichender Menge über die verzehrten
Lebensmittel zuzuführen. Besonders schwierig zu decken mit rein
pflanzlicher Nahrung ist der Bedarf an Vitamin B12 und Eisen.
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Am besten, sagt jedoch Christian Sina, sind noch immer die natürlichen Vitaminquellen .... Denn Deutschland ist nun
einmal kein Vitaminmangelland.
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